Projekt Moore und Gewässer
Projekt Torfowiska i Wody

Besucherlenkung und Umweltbildung

  • Umweltbildung

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Ein zentrales Vorhaben des Projektes ist die Entwicklung des Areals am Biesenthaler Schlossberg. In der Regie des Eigentümers, der Stadt Biesenthal, wird der Schlossbergturm saniert und an den Radfernweg Berlin-Usedom angebunden. Neben der begehbaren Burgruine aus Zeiten der Askanierkolonisation des 13. Jahrhunderts, lädt vor allem der 1907 errichtete Friedrichsturm den Besucher zu einem Blick über die Landschaft ein. Aufgewertet wird das Gelände als ein weiterer Informationspunkt im Naturpark Barnim fungieren. Es entsteht eine Ausstellung zur Historie und Landschaftsentstehung in besonderer interaktiver Form. Das Schlossbergareal, davon sind wir überzeugt, wird sich zum Ausgangspunkt für die naturtouristische Erschließung im Biesenthaler Becken und im Finowtal entwickeln. Diesem Ziel dient auch die Erarbeitung eines Moorerlebnispfades, der am Schlossberg seinen Anfang nehmen wird.

In der ebenfalls am Radweg gelegenen Gaststätte „Schleusengraf“ in Grafenbrück/Marienwerder, entstand eine kleine Ausstellung zu Themen der Kulturlandschaft. Der „Schleusengraf“ selbst ist ein beeindruckendes Bauwerk. Als umgestaltetes Magazin der ehemaligen königlichen Wasserbaudirektion ist er eines der ältesten Amtsgebäude in Deutschland. Der europäische REGIONALE FÖRDERVEREIN e.V. (e RFV), der den „Schleusengraf“ betreibt, unterstützt unser Projekt.

Gemeinsam mit dem Naturparkbahnhof Melchow e.V. möchten wir das kleine historische Bahnhofsgebäude in Melchow als Ausgangspunkt für Wanderungen etablieren. In nur 31 Minuten von Berlin Lichtenberg mit der Bahn erreichbar, können Besucher hier direkt vom Bahnhof aus losspazieren. Ob entlang des malerischen Nonnenfließes bis nach Eberswalde und von dort zurück nach Berlin oder rund um Melchow, entlang des 77 Seen Fernwanderweges oder gar zu den „Melchower Dünen“, dem Besucher bleibt die Qual der Wahl. Tatsächlich stellen die während der letzten Eiszeit aufgewehten Sande am Rande des Eberswalder Urstromtals, die „Melchower Dünen“ eine echte Besonderheit dar. Vermutet man doch größere Dünenkomplexe eher an den Küsten, so stellten die hier ehemals wandernden Sande die Ackerbauern in der Vergangenheit vor große Schwierigkeiten. Im kleinen Gebäude des Naturparkbahnhofs und im Außenbereich verweisen Exponate auf diese Besonderheiten. 

Neben dem Ausbau der touristischen Infrastruktur und der Schaffung von Naturerlebnisangeboten für Bewohner wie Besucher möchten wir auch die Umweltbildung auf dem Gebiet der Moore und Gewässer stärken. In Kooperation mit regionalen Partnern, wie den Waldschulen Bogensee/Buch, dem Waldsolarheim Eberswalde und unseren polnischen Kollegen aus dem Drawieński Park Narodowy, entwickeln wir ein innovatives deutsch-polnisches Umweltbildungsangebot. Gestützt auf moderne Technik, wie GPS (ein Navigationssystem) und GIS (ein computergestütztes Geoinformationssystem) sowie Digitalfotografie und Luftbilder, sollen Kinder und Jugendliche für die ökologischen Inhalte des Projektes begeistert werden.